Heute gibt es mein Lieblingsgericht: Chili sin carne. In der Vergangenheit bin ich bei diesem Gericht niemals unter drei Tellern vom Tisch gegangen (oder ich hatte zwei „offizielle“ Teller und den restlichen habe ich beim Küche aufräumen oder ablecken der Schöpfkelle/des Topfes etc. zu mir genommen)

Das ist heute also der ultimative Test ob schmauen auch gegen Gier und Überessen hilft. Es ist weniger so, dass ich es mir fest vornehme oder ich mich heute in besonderer Disziplin übe. Nein, ich lasse es drauf ankommen. Da ich weder abnehmen will noch unter Reizdarm o. ä Dinge leide kann ich es gut drauf ankommen lassen und bin selbst gespannt was passiert.
Das Abschmecken des Gerichts bestätigt, dass dies tatsächlich zu eines meiner Lieblingsgerichte gehört, Es ist mal wieder hervorragend.

Ich zögere die Mahlzeit sogar noch etwas hinaus, aber schließlich sitzen wir alle am Tisch und die Mahlzeit beginnt offiziell.
Ich schmaue ohne Probleme meine kleine Portion auf dem Teller. Es macht mir richtig Freude nicht zu schlingen sondern jeden Bissen voll auszukosten, voll zu schmecken und zu durchdringen. Es schmeckt herrlich und mein Körper scheint regelrecht nach den Inhaltsstoffen zu verlangen. Nach der ersten kleinen Portion geht es mir schon hervorragend, aber ich hole mir nochmal eine kleine Portion nach. Nach dem Motto, das gehört zu dem Gericht einfach mit dazu.
Aber das schönste kommt noch:

Ca. 1.5 Stunden später mache ich Qi Gong und Yoga. Ein Yogalehrer meinte einmal, dass man (egal wie lange man Yoga schon praktiziert) man immer noch tiefer fühlen kann und immer noch neuere Schichten im/am Körper entdeckt (im Geist und in der Seele übrigens auch).

Was soll ich sagen, seitdem ich schmaue ist das tatsächlich der Fall, – und zwar fast täglich (vorausgesetzt ich mache auch wirklich täglich Übungen)! Ich fühle mich immer durchlässiger, geschmeidiger, leichter. Wie ein Katze.
Das ist es, was mich dazu motiviert, meine neue Errungenschaft weiter zu verbreiten. Ich wünschte mir, jeder könnte so ein wundervolles Körpergefühl haben.

Aber dazu braucht es die Umsetzung des Schmauens! Es ist neben dem „was ich esse“ ein Turbo zum absoluten Wohlgefühl. Das Zauberwort „wie ich etwas esse“ wird also zum nächsten großen Projekt in meinem Leben. Und wenn es ähnliche Auswirkungen hat wie damals die Umstellung auf die Ernährungsweise nach TCM wird es ein erfreulicher, gesunder und unglaublich lebensbereichernder Weg.

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