Jetzt habe ich wirklich Lust einmal Brot zu essen (ups – zu schmauen). Ich toaste mir eine Scheibe, bestreiche sie mit Butter und beiße erst einmal so ab. Zum Schmecken, testen, hineinfühlen.

Es lässt sich locker über dreißig Mal kauen und der Röstgeschmack gibt ihm eine gute Note. Die Butter ist natürlich schon geschmolzen und hat dadurch auch einen viel intensiveren Geschmack.

Ich kann mich während dem Schmauen sogar gut unterhalten J

Als nächstes möchte ich das Brot mit Käse probieren. Es ist ein mir unbekannter Käse (da ich gerne was Neues ausprobiere ist dieser beim letzten Einkauf mit in den Einkaufswagen gekommen). Offensichtlich war es eine gute Wahl, – das mundgerechte Stück Brot mit dem ebenso großen Stück Käse schmeckt hervorragend. Würzig, pikant mit Röstnote, hmmhhhh, ich schmaue hingebungsvoll mit geschlossenen Augen.

Interessanterweise ist nun alles andere, was auf dem Tisch steht völlig belanglos. Das kenne ich anders! Normalerweise läuft das nach dem Motto ab: Was könnte ich als nächstes essen, was kombinieren? Soll ich zum Käsebrot noch Oliven essen oder mir ein Stück Apfel abschneiden, oder es mit Radieschen belegen? Da ist die nächste Scheibe schon in Geiste belegt während man noch mit der ersten zugange ist. Auf die Idee zu kommen, dass der Körper signalisieren könnte, dass nach einer Scheibe gut ist, plant das Gehirn schon den nächsten Gaumenkick.

Aber diesmal nicht. Ich bleibe im hier und jetzt mit meinem Käsebrotbrei im Mund. Erst wenn der Mundinhalt verschmaut ist wird der nächste Bissen vorbereitet.

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