Kennst du solche oder ähnliche Gedanken: „Ich muss mehr Obst essen, mehr Wasser trinken. Ich muss weniger Süßes essen und auf Fleisch verzichten.“ (Du kannst die Liste gern mit Deinen MUSS-Direktoren vervollständigen).
Wer oder was erzählt dir die ganze Zeit was du essen musst und was du bleiben lassen musst? Und kannst du dem wirklich trauen?

Ich muss, ich muss, ich muss, – ist das wirklich wahr?

Bist du dir sicher, dass dir viel Obst gut tun würde oder dich reichlich Wasser gesünder macht? Kannst du mit Sicherheit sagen, dass der süße Geschmack dir schadet oder das Fleisch dich krank macht?

Verlasse die Mainstream Meinungen!

Verfalle bei der Beantwortung der Fragen bitte nicht dem, was du darüber gelesen und gehört hast, oder den Meinungen und Erfahrungen deiner Mitmenschen. Aus diesen gesellschaftlichen Prägungen heraus sind deine jetzigen „Ich-muss-Gedanken“ entstanden und sie bereiten dir höchstwahrscheinlich eine Menge Stress! Deshalb ist es ratsam, die Fragen für dich ganz persönlich zu beantworten und im besten Fall deine eigenen Erfahrungen zu machen, falls du die Fragen noch nicht sicher beantworten kannst.

Des Einen sein Gift ist des Anderen sein Heilmittel

Aus langjährigen Erfahrungen mit hunderten Kunden aus Individualberatungen kann ich nur sagen: Es gelten keine allgemeine Regeln für das, was gesund oder was ungesund ist. Wir Menschen sind so individuell und jeder Körper ist einzigartig – wie könnte das also sein?! Ich höre schon den Einspruch einige Leser, die jetzt sagen: „Aber, dass wir viel trinken müssen gilt doch für alle!“. In meiner Praxis ist mir schon häufig begegnet, dass selbst das nicht für alle gültig ist. Ich hatte schon Fälle, in denen sich Menschen mit dem vielen Trinken vergiftet haben oder den Körper schwer damit belastet haben, wenn sie beispielsweise Disharmonien im Wasserhaushalt hatten oder die Nieren sehr geschwächt waren. Natürlich kommt es auch immer darauf an was man trinkt 😉

Hast du selbst schon die Erfahrung gemacht, dass jemand Bekanntes ein Nahrungsmittel oder ein Getränk sehr gut getan hat, du selbst es probiert hast, und dir gar nicht bekommen ist?

Häufig kommt es auch nicht auf das Lebensmittel selbst an, sondern auf die Zubereitungsform. Frisches Obst zum Beispiel, ist nicht für jede Verdauung zuträglich. Wenn das Verlangen danach nicht da ist, kann das daran liegen, dass der Inhalt/die Nährstoffe sehr wohl benötigen werden, aber eine Abneigung entsteht, weil die Verdauung zusätzlich belastet würde. Dann hilft oft eine Art der Zubereitung oder die richtige Kombination mit anderen Lebensmitteln. Oder die Nährstoffe sollten besser über andere Nahrungsmittel zugeführt werden.
Dein Körper spricht ständig mit dir und versucht immer wieder ein Gleichgewicht herzustellen, sobald er in ein Ungleichgewicht geraten ist. Die Frage ist nur, ob du ihn richtig verstehst oder ob du bereit bist ihn verstehen zu lernen.

„Ich muss“ als Rechtfertigung

Oft höre ich auch Aussagen wie: „Ich muss Kaffee trinken um morgens in die Gänge zu kommen, oder ich muss essen um den Stress zu bewältigen“. Das sind die Ich-muss-Formen, die es rechtfertigen, dass du etwas tust, wovon du spürst, dass es dir vielleicht kurzfristig hilft, aber langfristig eher zu noch mehr Problemen führt. Auch das gilt es zu hinterfragen:

Sei ehrlich zu dir

Hilft es dir wirklich in Schwung zu kommen oder ist es die einfache Handhabung, – der schnelle Druck auf den Kaffeeautomaten. Hast du es schon einmal mit einer Tasse grünen Tee probiert? Bringt dieser dich nicht auch in Schwung? Und der Stress, den du mit etwas Süßem bewältigen willst – ist er jemals weggewesen nach einem Snickersriegel? Oder hat er sich nicht sogar vermehrt, weil du nach der stressvollen Arbeit jetzt auch noch zum Fitnessstudio gehen musst, oder zum Arzt, weil du Bluthochdrucktabletten brauchst oder Insulinspritzen?

Wie es leichter wird mit dem Essen

Vielleicht musst du ja auch auf gar nichts verzichten oder zu dir nehmen, sondern einfach nur die Relationen anpassen oder ausgleichen, – wäre diese Annahme nicht viel stressfreier?

Oder deine einzige Aufgabe besteht darin, dem zu lauschen was dein Körper möchte, – wie würde sich das für dich anfühlen?

Eines ist auf jeden Fall sicher, desto mehr „Ich-muss-Regeln“ du aufstellst, desto anstrengender wird dein Essalltag (oder ungesünder wirst du, wenn die Ich-muss-Regeln der Rechtfertigung dienen). Versuche doch einfach einmal für drei Tage alles müssen aufzugeben und dann schau was passiert 🙂

Dieser Blog ist ein Beitrag zur Blogparade von: www.federführend-media.de