Ich selbst gehörte schon immer zu den Schnell-Essern. In einer Familie mit vier hungrigen „Gerne-Essern“ musste jeder sehen wo er bleibt.

Da ich in meiner Kindheit viel Sport trieb war mein Bedarf an Kalorien selten gestillt und so gewöhnte ich mir wohl oder übel an, zu essen was da ist und wieviel da ist. Möglichst schnell und in großen Portionen. Das war meine Normalität! Ich kann mich an einen Spruch erinnern, den ich öfter von meiner Mutter gehört hatte: „Du frisst mir nochmal die Haare vom Kopf“. Sie sprach es belustigend und in einem liebevoll, ja schon fast bewundernden Ton aus.

Bewusst wurde mir mein Schlingen erst viel später im Leben. Zum Beispiel als ich sah, dass mein Freund einige Zeit länger für seine Mahlzeiten benötigte.

In meiner Ausbildung zur Ernährungsberaterin lernte ich die Zusammenhänge kennen und mir war klarer denn je, dass ich mein Essverhalten ändern sollte. Nicht nur meiner Gesundheit zu liebe sondern auch als Vorbildfunktion als Ernährungsberaterin! Das war ich meinen Kunden schuldig.

Aber wie? Ich liebte gutes Essen (und tue es immer noch!) und essen war eines meiner Lieblingsbeschäftigungen (jetzt ist es das Schmauen ;))

Ich versuchte es immer wieder aber kaum dass ich mich versah, rutschte ich wieder ins Schnell-Essen hinein, vergaß das Kauen, das Schmecken, aß nebenbei, zu viel etc.

Vor allem bei großem Hunger packte mich die Gier und das Überessen war vorprogrammiert.

Im Laufe der Zeit probierte ich mal dies und jenes aus und insgesamt wurde es zwar besser, ich wurde bewusster, aber an das Essverhalten meines größten Vorbildes (mein Mannes)   kam ich trotzdem nicht ran.

Dann hörte ich vom Schmauen und wurde neugierig. Ich begann es sofort und nahm mir vor es über einen bestimmten Zeitraum auszutesten.

Einige Tage schrieb ich meine unglaublich, überraschenden Erfahrungen auf:

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