Es gibt nur wenige Menschen die ihre Ernährung mühelos von heute auf morgen umstellen oder ihr Essverhalten ändern. Gehörst du zu diesen? Oder geht es dir wie den meisten, bei denen alleine die Vorstellung, Stress und Widerstand auslöst? Wie auch immer es dir damit geht, manchmal fordern die Umstände es einfach! Vielleicht aus gesundheitlichen Gründen, aus Ethischen oder weil die Speckpolster immer unangenehmer werden.

Da du den Beitrag bis hier liest, möchtest du wahrscheinlich etwas verändern. Nun stehen dir (neben den hinderlichen Gedanken) deine, über Jahre antrainierten und eingefleischten, Gewohnheiten im Weg.

Gewohnheiten sind nicht allgemein als „schlecht“ einzustufen, sie erleichtern den Alltag, weil sie Struktur geben, das spart Energien . Es ist gut das zu wissen, anzuerkennen und wertzuschätzen. Die Natur ist darauf bedacht Energien zu sparen, deshalb versucht ein Anteil in dir, dich dein Vorhaben schnell wieder vergessen zu lassen.

Daher ist es besonders wichtig, dass du in der ersten Zeit sehr achtsam bist! Daneben ist es sehr hilfreich, wenn du dich selbst kleine Erinnerungs-Botschaften schreibst und in der Küche, am Kühlschrank, Arbeitsort etc. verteilst.

Was du ab jetzt auf jeden Fall vermeiden solltest sind

Bitterer ernst, eiserne Disziplin und hohe Ansprüche! (Es sei denn du willst den Stress und den Widerstand noch einmal so richtig spüren und über kurz oder lang aufgeben.)

Stattdessen bleib locker und übe in winzigen Schritten. Denn die Kunst ist es, deine neue Ernährung oder dein verändertes Essverhalten in so kleinen Dosen ins Leben zu holen, dass es sogar spielerisch wird. Und ich darf dich daran erinnern: Spielen macht Spaß! 🙂

Wie kann das ganz praktisch in deinem Alltag aussehen?

Anstatt dir das Essen unterwegs gleich ganz abzustreiten kannst du deine Brezel auf der Hand so lange wie möglich knabbern. Versuche eine Rekordzeit in Brezel-Essen zu schaffen! Ist das schon zu viel? Hast du keine Zeit dafür? Kein Problem, dann kaue wenigstens die ersten drei Bissen jeweils mindestens 30 Mal.

Anstatt schon vor und während (oder beim Abräumen) der eigentlichen Mahlzeit zu knabbern, zu naschen, oder Reste zu verwerten, nimmst du dir einmal am Tag vor, genau das nicht zu tun. Stattdessen beobachtest du in der Zeit ganz bewusst was es mit dir macht. Benenne das was dabei mit dir geschieht. Ist es die Gier, hast du Angst zu kurz zu kommen oder zu verhungern? Ist es eine Befürchtung etwas verkommen lassen zu müssen? Bewerte und verurteile es jedoch nicht…übe am kommenden Tag gleich weiter.

Anstatt deinem täglichen Stück Kuchen (Schokolade etc.) isst du ihn diesmal nur dreiviertel auf, du kannst zum Beispiel auf den Rand verzichten, oder du teilst das Stück Kuchen mit jemanden. Genieße dieses halbe Stück als wäre es das erste Mal das du eins isst, seitdem du auf der Welt bist.

Darf´s noch einfacher sein?

Nimm das Stück Schokolade doch mal mit der ungewohnten Hand und führe es in den Mund. Rieche vorher daran. Überhaupt ist es wunderbar an jedem Bissen vorher einmal zu schnuppern! Dann schließe die Augen und lecke daran. Nun steckst du es in die Backentasche und beobachtest was passiert!
Wo kaust du normalerweise? Beobachte auf welcher Seite du vorwiegend kaust und nimm vermehrt die andere Seite.

Legst du die Gabel zwischendurch ab? Wenn nicht tue das beim nächsten Mahl. Lehn dich im Stuhl zurück und genieße deinen Bissen im Mund.

Trinkst du während dem Essen damit es besser rutscht? Lass es einmal bleiben und setzte deinen Speichel dafür ein. Schätze ab wieviel ml Speichel du pro Mahlzeit brauchst.

Schaust du fern, hast du den PC oder Handy am Tisch während du isst? ….du ahnst schon was kommt. Nimm es wenigstens 10 Minuten raus! Stell dir vor wo das Essen herkommt das du gerade verspeist. Wieviel Menschen waren daran beteiligt bis das Essen auf deinen Teller landete? Welche Rolle spielten dabei die Naturelemente?

Jetzt bist du dran!

Es gibt unendlich viele und leichte Möglichkeiten kleine Veränderungen spielerisch in deinen Alltag einzubauen. Beobachte einfach selbst, was du gewohnheitsmäßig tust und dann überlege dir was für eine winzige Kleinigkeit du jetzt sofort und ohne Aufwand anders machen kannst.
Warum das mehr Erfolg hat wie Diäten und radikale Umstellungsversuche:

  • Das Spielerische regt die Kreativität an und lässt uns dadurch viel leichter etwas zu verändern. Das Abkommen von gewohnten Strukturen ist dann nicht mehr angsteinflößend sondern wird zu einer willkommenen Abwechslung im Alltag.
  • Als „Belohnung“ für jeden noch so kleinen „Versuch“ bekommt der Körper eine Ladung Dopamin, das macht glücklich.
  • Deine Einstellung und Denke wird sich langsam verändern, es findet eine Transformation von innen nach außen statt. Nur das ist nachhaltig!
  • Du kommst aus der Opferrolle und gehst in die Eigenermächtigung, so kann Erfolg folgen 😉 anders schiebst du den Erfolg von dir weg.

 

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